Der Musikverein "Harmonie" Sulzbach veranstaltet am Sonntag, 30. November, um 18 Uhr in der Kirche St. Michael erstmals ein Benefizkonzert.
"Wir hatten ein ausgesprochen gutes Jahr", resümiert der Vorsitzende, Klaus Brucker das zu Ende gehende Jahr und fügt noch hinzu: "In jeder Beziehung". Die Akzeptanz in der Bevölkerung sei hervorragend gewesen. "Wir haben Grund, um Dankeschön zu sagen". Die Verantwortlichen des Vereins, die ihr Ohr stets am Puls der Zeit haben, zeichnen sich dadurch aus, nicht auf Bewährtem auszuruhen, sondern Neues zu wagen und Zeichen zu setzen. Diesmal löste ihr musikalischer Leiter, Musikdirektor Thomas Michelfeit die Initialzündung aus.
"Wir machen Schule, machen Sie mit" lautet das Projekt der stiftung st. franziskus heiligenbronn, mit dem um Spenden für den Bau von Schulen für sinnesbehinderte Kinder gebeten wird. Kein Geringerer als Volker Kauder, Vorsitzender der CDU/CSU Bundestagsfraktion, hat die Schirmherrschaft übernommen. Die Publikationen beginnen mit den Worten "Kinder haben Träume". Für sinnesbehinderte Kinder gehen diese nur selten in Erfüllung. Der MV "Harmonie" hat sich daher entschlossen, als erster Verein überhaupt, dieses Projekt mit einem Benefizkonzert zu unterstützen.
Der jährliche Gedenkgottesdienst für verstorbene, aktive und passive Mitglieder des Vereins, mit einer Ansprache von Pfarrvikar Meinrad Hermann, soll bei dieser Gelegenheit mit eingebettet werden. Zwar wird das komplette Orchester wiederum seinen beeindruckenden Klangkörper im Konzert präsentieren, doch einzelne Ensembles, die erstmals in der Öffentlichkeit auftreten, dürften das besondere Interesse, auf sich ziehen.
Ein Klarinetten-, Trompeten- und Saxofon-Quartett, sowie ein Blechbläser-Quintett wagen die Feuertaufe, dem Publikum neue Facetten der Blasmusik näher zu bringen. Wuchtiges Blech und filigranes Holz wechseln sich dabei harmonisch ab.
Ein Trio in der seltenen Besetzung Keyboard, Oboe und Querflöte garantiert einen niveauvollen Ohrenschmaus und rundet das Ganze zu einer wohl dosierten Soiree ab. Die einzelnen Ensembles verteilen sich auf den gesamten Kirchenraum, um eine effektvolle Akustik zu erzielen. Die Auswahl der Stücke, aus verschiedenen Epochen der Musikgeschichte, deutet weniger auf ein typisches Advents- oder Weihnachtskonzert, sondern eher auf ein anspruchsvolles Kirchenkonzert hin. Der Eintritt zum Konzert ist frei, die "Harmonie" hofft jedoch auf zahlreiche Spenden.
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